Über Mich

Ein zentraler Teil von gutem Horsemanship ist es, die Aufmerksamkeit des Pferdes zu bekommen – und für das Pferd ein Ort zu sein, an den es gerne “andockt”. Foto: Isabel Tomczyk Photography

Kennen Sie den Film „Der Pferdeflüsterer“? Mit 14 Jahren sah ich ihn im Kino – zu einer Zeit, als ich auf abgestumpften Schulpferden meine Runden in der Halle des Reitvereins drehte und meine Mädchen-Pferde-Träume von Harmonie und Partnerschaft mit Pferden mit der Realität keinerlei Schnittmengen hatten.

Der Film nährte nun nicht nur meine Träume (und meinen Trotz), sondern führte mir auch ein Ziel vor Augen: Ich wollte Pferde flüstern, und zwar nicht irgendwo, sondern in Montana. Wie Robert Redford.

Zehn Jahre später verbrachte ich dann drei Wochen auf der Rocking Z Ranch, Montana, als Gast; und dann nochmals fünf Wochen als „Intern“, Praktikantin. Meine Schlüsselerfahrung aus dieser Zeit war, dass Pferde den Menschen als Gesellschaft wählen und ihn ihrer eigenen Herde vorziehen können. Bis dahin hatte ich das nicht für möglich gehalten.

In der Zeit zwischen Kinofilmbesuch und Montana-Aufenthalt war ich aus dem Verein ausgetreten, und hatte über eine Freundin Kontakt mit Christina Wagner bekommen, die mir meine ersten Stunden im Horsemanship gab.

Ab da gab es keine Zweifel und kein Zurück mehr. Und heute bin ich selbst in der Position Wissen weitergeben zu können – wobei das Lernen niemals aufhört. Je mehr man lernt, desto mehr wird man sich darüber bewusst, wie wenig man eigentlich weiß. Aber zum Glück haben wir mit den Pferden sehr geduldige Lehrer – und Horsemanship ist exakt die Philosophie, die das anerkennt.

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